Sieben deutsche Teilnehmer/innen haben bei den Erasmus+ Inclusive Skills in der vergangenen Woche im schottischen Glasgow medaillentechnisch richtig abgesahnt: Insgesamt freute sich das Team über zwei Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze.

Siegerin Lavinia Vintilica beim sorgfältigen Lösen der Wettbewerbsaufgaben.
Siegerin Lavinia Vintilica beim sorgfältigen Lösen der Wettbewerbsaufgaben.

cDer Wettbewerb „Catering Level 1“ wurde von den deutschen Teilnehmenden klar dominiert: Mit Lavinia Vintilica auf Platz 1, Julian Bohlander auf dem Silberrang und Jeson Müller und seinem Gewinn der Bronzemedaille gingen alle drei Medaillen nach Deutschland. Die Freude bei den Siegerinnen und Siegern war riesig: „Wir waren alle überwältigt, denn wir hätten nie gedacht, diese Plätze zu ergattern. Wir sind so dankbar für diese Erfahrungen! Wir sind jetzt viel selbstbewusster geworden und glauben viel mehr an uns, weil wir jetzt wissen, was wir alles erreichen können.“ Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand die Aufgabe, ein Menü mit Vor- und Hauptspeise herzurichten. Ebenfalls eine Goldmedaille mit nach Hause nehmen durfte Tobias Schenke, der die Konkurrenz im Wettbewerb „Hotel Service“ hinter sich ließ. Zu den Wettbewerbsaufgaben zählte unter anderem, wie man einen Tisch abdeckt und einen neuen Tisch mit den verschiedensten Gängen herrichtet. Beim Wettbewerb „Catering Level 2“ kam der deutsche Teilnehmer Sebastian Thierfelder auf den zweiten Rang. Auch hier mussten die Teilnehmer/innen ein Menü herrichten, jedoch mit Hauptspeise und Dessert.

Ein schönes Ergebnis für das deutsche Team, über das sich auch Dr. Dirk Schwenzer freut. Der ehemalige Ausbildungsleiter des Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW), dem Bundesleistungszentrum Inklusion von WorldSkills Germany, ist heute unter anderem Inklusionsbeauftragter von WorldSkills Germany: „Die zurückliegende aktionsreiche, erlebnisreiche und erfolgreiche Woche in Glasgow hat allen Wettbewerbsteilnehmer/innen sowie Betreuern nachhaltige Impulse für deren Arbeit und Wirken gegeben.“

Bei den Erasmus+ Inclusive Skills treten Menschen mit besonderem Förderbedarf wie einer Lernschwäche oder Behinderung in einem internationalen Berufswettbewerb gegen einander an. Insgesamt rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Frankreich, Schottland, Finnland und Deutschland nahmen in der vergangenen Woche vom 20. bis 25. Mai 2019 teil. Jugendlichen, die gewisse Förderungen brauchen, soll durch das Projekt ermöglicht werden, sich ebenfalls mit Teilnehmenden aus anderen Ländern in ihren jeweiligen Berufsdisziplinen zu messen. Wie bei anderen internationalen Nationenwettbewerben standen auch in Schottland der Austausch Gleichgesinnter und das gegenseitige Lernen im Mittelpunkt.