Elektroniker Sören Langer gewinnt Vorentscheid für WorldSkills Sao Paulo 2015

Sören Langer nimmt als Industrieelektroniker an den WorldSkills Sao Paulo 2015 teil

Die Freude ist ihm anzusehen, stolz präsentiert er den Siegerpokal bei der Ehrung der Gewinner der Deutschen Meisterschaften der Industrieelektroniker unter dem Beifall der vielen Besucher der „Science Days“ auf dem Gelände des Europa-Parks Rust. „Das ist der Wahnsinn – ich fahr nach Brasilien! Jede Minute der Vorbereitung hat sich gelohnt, ich bin so erleichtert“, platzt es aus Sören Langer, den angehenden Elektronikern für Geräte und Systeme bei der SICK AG heraus. Der 20-jährige aus Malterdingen in Baden Württemberg siegte nicht nur beim nationalen Ausscheid im Berufswettbewerb der Elektroniker, sondern löste damit auch sein Ticket für die WorldSkills 2015, die Weltmeisterschaften der Berufe in Sao Paulo. Dort wird er in seiner Disziplin als Mitglied im Team Germany die deutschen Farben im internationalen Leistungswettstreit mit den Besten aus anderen Ländern vertreten. In rund acht Monaten treffen sich in Brasilien die besten Fachkräfte unter 22 Jahren aus 60 Ländern, um in über 40 Berufsdisziplinen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung ihre Weltmeister zu ermitteln.

Das Siegerpodest bei den Deutschen Meisterschaften der Elektroniker war erneut fest in SICK-Hand: Hinter dem „goldenen“ Sören holten sich seine Ausbildungskollegen Markus Brender (20, aus Wittnau) und Raphael Weber (19, aus Waldkirch) Silber und Bronze. „Hier zahlt sich aus, dass wir zeitig mit der Vorbereitung auf Rust begonnen haben, viel Wert auf ein schlagkräftiges Team gelegt haben und mit Silas Gschwender einen sehr engagierten Coach gewinnen konnten. Als ehemaliger Meister und Teilnehmer der WorldSkills 2013 in Leipzig hat er den Jungs sein Know-How vermittelt, Übungsaufgaben erarbeitet und mit ihnen trainiert“, umreißt Nico Zimmermann, Organisator des Bundesausscheids und Leiter der Sensor Intelligence Academy der SICK AG, das Erfolgsrezept.

Sieben junge Techniktalente im Alter von 19 bis 21 Jahren hatten zuvor in 16 Stunden über drei Tage hinweg ihr Können, ihre elektronischen Fachkenntnisse und mechanischen Fertigkeiten in die Waagschale geworfen, um die anspruchsvollen Aufgaben lösen zu können. Software-Programmierung, Layoutdesign mit CAD-Systemen, Entwurf von Schaltungen, Fehlersuche, Messungen mit speziellen Messmitteln, Inbetriebnahme von Hardware waren die Module. „Das verlangte von den jungen Fachkräften schon einiges ab, doch ging es ja auch darum, sich für eine WM zu qualifizieren“, hängt Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, die Latte hoch. „Egal aber, ob es für eine Medaille hier in Rust gereicht hat – jeder Teilnehmer hat gewonnen. Denn allein durch die Vorbereitung auf den nationalen Ausscheid haben sich die jungen Fachkräfte zusätzliche Praxis angeeignet, haben getestet, sich mit anderen ausgetauscht – alles Dinge, die sie in ihrer beruflichen Entwicklung weiterbringen. Und wenn sie in ihre Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen zurückkehren, berichten sie und motivieren andere Azubis, vielleicht beim nächsten Mal mitzumachen. Das ist uns auch wichtig auf dem Weg zu mehr Breite und erfolgreichem Berufssport in Deutschland.“ WorldSkills-Experte Nico Zimmermann ergänzt: „Solche Veranstaltungen nutzen wir auch, um bei dem jungen Publikum für die innovativen Berufe der Metall- und Elektroindustrie zu werben, den Nachwuchs für eine Ausbildung zu interessieren. Und was wirkt da besser als die Leistungen der Champions.“

Für Sieger Sören Langer kehrt jetzt nach der Meisterfeier kurz der Alltag ein: In drei Wochen hat er die Abschlussprüfungen seiner Ausbildung bei SICK. Dafür gilt es, sich optimal fit zu machen. Konzentriert wird danach die Vorbereitung auf São Paulo angegangen – im Team mit seinem Coach, Ausbildern und sicher diesem oder jenem Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften von Rust.

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