Österreich sicherte sich Gold, China landete auf Platz 3

Erstmals landete eine Frau in der Disziplin auf dem Treppchen

Sie haben es gemeinsam gepackt: Jule Janson (22) und Jonas Hopf (23) vertraten die deutsche Nationalmannschaft in der Disziplin Stahlbetonbauer*in. Sie setzten sich bei der Siegerehrung der Weltmeisterschaft der Berufe gegen die internationale Konkurrenz durch und errangen die Silbermedaille.

Vorstand und Bundestrainer zeigen sich stolz: Team Germany in der Disziplin Stahlbetonbauer*in Jonas Hopf (2.v.l.) und Jule Janson (m.) mit dem Vorstandsvorsitzenden von WorldSkills Germany Michael Hafner (l.) und seinem Stellvertreter Werner Münnich (r.) sowie dem Bundestrainer Josef Leberle (2.v.r.). (Foto: SkillsAustria)

Vom 24. bis 26. November waren die beiden Stahlbetonbauer*in bei der WorldSkills Competition 2022 Special Edition in Salzburg, Österreich gegen sechs internationale Spitzenfachkräfte-Teams angetreten. „Es ist unglaublich, ein unbeschreibliches Gefühl. Die drei Tage waren richtig hart. Ich konnte am letzten Tag nicht mehr, aber die ganze Anstrengung hat sich für den Moment auf der Bühne und der Medaillenübergabe gelohnt.“, resümiert Jule die vergangenen Wettbewerbstage. Jonas fügte dem hinzu: „Ich bin sprachlos und überglücklich. Wir sind vom ersten Training an als Team zusammengewachsen. Hätte das nicht funktioniert, wären wir nicht da, wo wir jetzt sind.”

Der dreitägige Wettkampf fand auf höchstem Niveau statt. Die internationalen Fachkräfte mussten in drei Modulen ihr Können unter Beweis stellen. Zu Beginn musste eine raumhohe U-Wand mit verschiedenen Einbauteilen geschalt werden. Auf einer Seite sollte ein Abflussrohr mit Gefälle sowie verschiedene Winkel eingebaut werden. Die zweite Seite wurde halbhoch betoniert. Darin enthalten war ein Kreis mit dem Yin und Yang Zeichen, ein Tribut an den ursprünglichen Austragungsort der WorldSkills in Shanghai. Im zweiten Modul mussten zwei Stützen mit einem Unterzug in T-Form geschalt werden. Um das ganze herum wurde ein Gerüst nach höchsten internationalen Anforderungen angebracht. Im dritten Modul musste eine Bewehrung, ebenfalls in T-Form, erstellt werden. „Jonas und Jule haben das toll gemacht, obwohl wir einen schwierigen Start hatten. Es hat unter anderem eine Maschine nicht funktioniert, die am Vortag noch reibungslos lief. Daher bin ich so stolz, darauf, was die beiden und wir gemeinsam mit den Trainings erreicht haben“, gibt Josef Leberle, Bundestrainer der Disziplin Stahlbetonbauer*in, über seine Teilnehmer*in an.

Jonas Hopf, der als Polier bei der Bauunternehmen Wächter GmbH im thüringischen Neuhaus am Rennweg, angestellt ist, besitzt eine große Leidenschaft für seinen Beruf: „In meiner Familie arbeiten viele im Handwerk. Mirgefällt die schwere Arbeit in einem Beruf und die Ausdauer, die gefordert wird. Jeder kann mein Arbeitswerk sehen, da es so groß ist.“ Seine Team-Kollegin Jule Janson, Beton- und Stahlbetonbauerin und Werksstudentin bei der M+F Bau GmbH in Mühlacker, Baden-Württemberg, sieht es ähnlich: „Ich wollte etwas Praktisches machen und nicht nur am Schreibtisch sitzen. Mein Beruf ist abwechslungsreich: ich bin täglich im Freien und sehe abends, was ich geschafft habe. Außerdem hat das das Handwerk Zukunft.“

Jule Janson und Jonas Hopf konnten mit ihrer gemeinsamen Arbeit bei der WorldSkills 2022 überzeugen. (Foto: SkillsAustria)

Jonas Hopf und Jule Janson sind Mitglieder der Deutschen Berufe-Nationalmannschaft für die WorldSkills Competition 2022 Special Edition. Insgesamt 36 deutsche Wettkämpfer*innen treten in 31 Disziplinen in 10 Nationen der Welt an. Auch Deutschland war bzw. ist Austragungsort von neun Weltmeisterschaften an sechs Orten.

Ergebnisse der WM der Berufe in der Disziplin Stahlbetonbauer*in:

Gold: Oliver Waily und Jonas Schulner – Österreich
Silber: Jule Janson und Jonas Hopf – Deutschland
Bronze: Yangguang Zhang und Jinhao Liu – China

Alle Ergebnisse des Wettkampfes finden Sie hier >>>

Weitere Fotos von Jonas Hopf und Jule Janson im Wettkampf finden Sie hier >>