Herbert Mattes mit Patrick Aiple nach dem erfolgreichen Wettkampf bei den WorldSkills Sao Paulo 2015.

Herbert Mattes mit Patrick Aiple nach dem erfolgreichen Wettkampf bei den WorldSkills Sao Paulo 2015.

Herbert Mattes ist Ausbildungsleiter der CHIRON-WERKE GmbH & Co. KG. und WorldSkills Germany-Experte für den Skill CNC-Fräsen.

Im aktuellen WorldSkills Germany-Magazin spricht er über die Mitgliedschaft bei WSG und die Themen Berufsausbildung, Nachwuchsförderung und Talentmanagement:

CHIRON gehört zu den Gründungsmitgliedern von WorldSkills Germany . Was waren seinerzeit die Beweggründe, die Anliegen und Vorhaben von WSG zu unterstützen?

Wir fanden die Idee einfach gut und sahen eine Möglichkeit, unser duales Ausbildungssystem international bekannt zu machen. Die WorldSkills passten zur Philosophie des Unternehmens. Denn als weltweit agierendes Unternehmen hat CHIRON den Anspruch, auch international zu zeigen, wie gut wir ausbilden und wie leistungsfähig schon unsere jungen Leute sind. Unsere Auszubildenden mit der globalen Welt vertraut zu machen, sie zu motivieren, andere Kulturen kennenzulernen und sie darin fördern, international in Englisch zu kommunizieren, ist ein weiteres Motiv. Die WorldSkills bieten dazu eine gute Plattform. Unsere Auszubildenden sammeln hier viel Erfahrung, die sie weiterbringt, in ihrem technischen Wissen als auch in der Persönlichkeit.

CHIRON - WorldSkills Germany MitgliedWelchen Nutzen ziehen Sie aus der Mitgliedschaft und dem Engagement bei WorldSkills Germany?

Der Nutzen ist gleich mehrfach: Das Engagement und die Teilnahme an den Wettbewerben steigern den nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad von CHIRON. Die Qualität der Ausbildung verbessert sich. CHIRON wird in der Öffentlichkeit stärker als Ausbildungsbetrieb und attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen. Alles zusammen bedeutet wiederum einen erheblichen Imagegewinn. Die Kernbotschaft, die nach außen sichtbar wird, lautet: CHIRON fördert junge Talente, bei CHIRON gibt es Karrieremöglichkeiten. Der Effekt ist, dass wir uns leichter tun, Bewerber zu finden. Nicht selten kommt es vor, dass sich junge Leute nur deshalb bei CHIRON bewerben, weil sie von den WorldSkills gelesen haben und selbst gerne daran teilnehmen möchten. Patrick Aiple beispielsweise, wollte bei uns unbedingt Zerspaner werden, hat dann an den WM in São Paulo sehr erfolgreich teilgenommen, den Weg über die Fertigung drastisch verkürzt und arbeitet jetzt weltweit bei uns in der Anwendungstechnik. Das entspricht überhaupt nicht dem üblichen Ausbildungsweg und ist eher außergewöhnlich.

Wie wichtig ist CHIRON das Thema Berufsausbildung, Nachwuchsförderung und Talentmanagement?

Die Berufsausbildung ist bei uns sehr hoch angesiedelt. Mit einer Ausbildungsquote von 12 Prozent liegen wir baden-württembergweit deutlich über dem Durchschnitt. Wir investieren überdurchschnittlich viel in ausbildungsbegleitende Maßnahmen. Englischunterricht, um sie auf den internationalen Markt vorzubereiten, und Zusatzkurse, von CAD/CAM über Elektropneumatik und Maschinenbedienung bis zu Produktschulungen für die Kaufleute, sind Beispiele. So vermitteln wir Spezialwissen schon während der Berufsausbildung. Unsere besten Azubis dürfen als Belohnung drei Wochen in die USA, die Hälfte in unser amerikanisches Werk, die andere Hälfte als bezahlten Urlaub. Bei vielen Events rund um das Thema Ausbildung stellen wir jungen Menschen die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei CHIRON vor. Bei der „Nacht der Ausbildung“ können potenzielle Bewerber „Werkluft“ in lockerer Atmosphäre schnuppern. Und in hausinternen Wettbewerben können sich junge Talente für die WorldSkills qualifizieren.

Das ganze Interview können Sie im WSG-Magazin lesen >>

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