Die Teams der Festo AG & Co. KG (Platz 1), der SICK AG (Platz 2) sowie der Rogers Germany GmbH (Platz 3) freuen sich nach dem Wettkampf mit Vertretern der Wirtschaft und WorldSkills Germany über ihren Erfolg.
Die Teams der Festo AG & Co. KG (Platz 1), der SICK AG (Platz 2) sowie der Rogers Germany GmbH (Platz 3) freuen sich nach dem Wettkampf mit Vertretern der Wirtschaft und WorldSkills Germany über ihren Erfolg.

Als Team holen die beiden die Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft der „Mechatronik“ in Köln und reisen nun im August zum großen internationalen Wettkampf.

Schlusspfiff. Und dann nur noch grenzenloser Jubel. Felix Alt und Jan Kintzi fallen sich in die Arme. Schweißgebadet, am Ende ihrer Kräfte, aber unendlich glücklich. Die beiden 18- und 19-Jährigen haben nicht etwa erfolgreich einen Marathon absolviert, sie sind die neuen Deutschen Meister im Skill Mechatronik. Wie bitte, so etwas gibt es? Ja – und es geht sogar noch weiter: Denn die beiden werden im August als Teil des Deutschen Nationalteams zu den WorldSkills 2019, der Weltmeisterschaft der Berufe, nach Kasan, Russland, fahren – und dort hoffentlich Gold und den Titel des Weltmeisters nach Deutschland holen. Gibt’s doch gar nicht? Auch die frisch gebackenen Deutschen Meister, Auszubildende bei der Festo AG & Co. KG in Esslingen-Berkheim, hadern noch mit der Realität: „Mit diesem Ergebnis haben wir definitiv nicht gerechnet. Wir dachten schon, dass wir nicht ganz so schlecht ins Rennen starten, aber es lief im Wettbewerb nicht immer so, wie wir es uns gewünscht hatten“, schauen Felix Alt und Jan Kintzi auf den Wettkampf zurück. „Jetzt Deutsche Meister zu sein, macht uns sehr stolz. Wir freuen uns, dass die ganze Anstrengung entsprechend belohnt wurde. Wir haben auf jeden Fall sehr viel gelernt, auch durch den Austausch mit den anderen Teams und von deren Herangehensweisen. Jetzt sind wir schon sehr gespannt auf die WM, selbst mit dem Wissen, dass die nächste Zeit mit der ganzen Vorbereitung sehr stressig wird. Wir wollen auf jeden Fall auch in Russland unser Bestes geben und uns bis zum Schluss durchkämpfen.“

Drei Tage Höchstleistungen

Aber nun der Reihe nach: Zum Finale der Deutschen Meisterschaft stellten sich zur didacta 2019 in Köln sieben Zweier-Teams zwischen 18 und 22 Jahren der enormen Herausforderung. Sie mussten an den drei Wettbewerbstagen ihr ganzes berufliches Können abrufen. Das sind Höchstleistungen, wie Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, der Förderinitiative für nationale und internationale Berufswettbewerbe, weiß: „Als Patrick Lange vergangenes Jahr erneut den Iron Man auf Hawaii gewann, hatte die Welt – zurecht – Hochachtung vor seinen herausragenden Leistungen: Die Zeit unter acht Stunden war geknackt. Unsere beruflichen Athleten dürfen darüber milde lächeln. Sie rufen Höchstleistungen an drei Tagen hintereinander ab. Sie sind gedanklich selbst zwischen den Wettbewerbstagen und nachts immer bei den Aufgaben des vergangenen Tages und bei denen, die noch vor ihnen liegen. Stress, Adrenalin und Konzentration ebben in dieser Zeit nie ab. Was der Körper da leistet, davor ziehe ich meinen Hut. Und ich denke, diese Leistungen sollten noch viel höher bewertet werden.“

Alle teilnehmenden Teams und Trainer/innen bzw. Jurymitglieder haben drei harte Wettkampftage hinter sich und freuen sich darüber, bei der Deutschen Meisterschaft "Mechatronik" dabei gewesen zu sein.
Alle teilnehmenden Teams und Trainer/innen bzw. Jurymitglieder haben drei harte Wettkampftage hinter sich und freuen sich darüber, bei der Deutschen Meisterschaft „Mechatronik“ dabei gewesen zu sein.

„Harter Wettkampf“

Über die Plätze zwei und drei freuten sich Lars Keller und Jannis Borchert von der SICK AG in Waldkirch sowie Toni Beierl und Michael Melchner von der Rogers Germany GmbH in Eschenbach. Wie alle anderen Teilnehmer/innen haben sie beim Wettbewerb enorme Leistung erbracht und für sich selbst und ihren beruflichen Alltag viel Neues mitgenommen. „Den Teams war nur die erste Aufgabe bekannt und sie konnten diese entsprechend trainieren“, sagt Michael Linn, Chef-Experte und somit auch Juryvorsitzender in der Disziplin „Mechatronik“. Es galt eine Produktionsanlage in Miniaturformat, die kleine Dosen unterschiedlicher Farben sortieren muss, zusammenzubauen und zu programmieren bzw. in Betrieb zu nehmen. Die nächste Aufgabe war dann jedoch eine Überraschung für die Teams. Sie mussten eine Anlage als Erweiterung zur vorherigen bauen, welche nicht nur die Farben der Dosen erkennt, sondern diesen dann auch unterschiedliche Deckel aufsetzt. „Es war ein harter Wettkampf, der den jungen Fachkräften wirklich alles abverlangte. Da waren Nervenstärke und permanente Konzentration gefragt,“ so Linn. „Aber alle Teams waren super motiviert, um dies auch abrufen zu können.“

Die Deutsche Meisterschaft war eine gute Vorbereitung auf den internationalen Wettbewerb, denn die Bausätze für die Anlagen wurden auch in diesem Jahr wieder von Festo zur Verfügung gestellt, die den Skill „Mechatronik“ seit vielen Jahren auch bei der Weltmeisterschaft der Berufe ausrüsten. Die WorldSkills 2019 finden vom 22. bis 27. August 2019 in Kasan, Russland, statt.

Teilnehmende der Deutschen Meisterschaft im Skill Mechatronik:
Platz 1: Felix Alt und Jan Kintzi – Festo AG & Co. KG
Platz 2: Lars Keller und Jannis Borchert – SICK AG
Platz 3: Toni Beierl und Michael Melchner – Rogers Germany GmbH
Weitere Teams:
Christoph Bartsch und Philip Cousin – Forschungszentrum Jülich GmbH
Robin Günther und Marius Zimmermann – tesa Werk Offenburg GmbH
Oliver Spandl und Miriam Rieker – TTS Tooltechnic Systems AG & Co.KG
Michael Gleißner und Stefan Kick – WITRON Logistik & Informatik GmbH

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