Ganz oben auf dem Treppchen angekommen: der neue Deutsche Meister der Elektroniker, Aaron Striegel (im Bild auf der Treppe ganz oben) konnte sich beim Wettbewerb in Freiburg gegen seine Konkurrenten durchsetzen und fährt zur Weltmeisterschaft nach Russland.

Ganz oben auf dem Treppchen angekommen: der neue Deutsche Meister der Elektroniker, Aaron Striegel (im Bild auf der Treppe ganz oben). Er konnte sich beim Wettbewerb in Freiburg gegen seine Konkurrenten durchsetzen und fährt zur Weltmeisterschaft nach Russland.

In einem wahren Herzschlagfinale entschied am vergangenen Freitag Aaron Striegel aus Sasbach am Kaiserstuhl den Deutschen Meistertitel der Elektroniker für sich. Und das ist noch nicht alles: Mit dem Titelgewinn löste der 20-Jährige auch sein Ticket zu den diesjährigen WorldSkills in Kasan, Russland. Im August könnte er sein berufliches Jahr dort mit dem Weltmeistertitel vergolden.

Alle zwei Jahre treten die besten Elektronikerinnen und Elektroniker bei den Deutschen Meisterschaften an. 2019 fand der Wettbewerb im Rahmen von „Jugend Forscht“ in Freiburg statt. Die Teilnehmenden mussten während des dreitätigen Wettbewerbs ihre fachliche Extraklasse beim Lösen berufstypischer Aufgaben unter Beweis stellen. Die Schwerpunkte lagen in den Bereichen: Schaltungsentwicklung, Mikrocontrollerprogrammierung, Fehlersuche sowie Aufbau einer Prototypenschaltung – und das stets unter den wachsamen Augen eines interessierten Publikums. So musste am letzten Wettbewerbstag im Aufgabenblock „Aufbau einer Prototypenschaltung“ zum Beispiel eine Leiterplatte fachgerecht aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Aaron Striegel, der derzeit seine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme bei der SICK AG in Waldkirch absolviert, gewann den Deutschen Meistertitel, gefolgt von Timo Tränkner (Auszubildender beim Fraunhofer Institut für Kurzzeitdynamik Ernst-Mach-Institut in Freiburg) und Stefan Birkle (Auszubildender bei der SICK AG).

Nerven wie Drahtseile
„Die Wettbewerbsinhalte ähneln Aufgaben, die in Zwischen- bzw. Abschlussprüfungen gestellt werden, aber verlangen natürlich auch Kenntnisse, wie sie die Nachwuchskräfte im beruflichen Alltag benötigen. Der besondere Kick liegt in der Wettbewerbsumgebung: Aufgaben unter Zeitdruck und den wachsamen Augen von Zuschauern, Experten und Jurymitgliedern zu lösen, erfordert Nerven wie Drahtseile“, erklärt Julian Sütterlin, Ausbilder beim Waldkircher Unternehmen SICK, einem der weltweit führenden Hersteller von intelligenten Sensoren und Sensorlösungen.

„Eine gute Vorbereitung ist das A und O“
Zudem ist Sütterlin Teil des Teams von WorldSkills Germany, der Förderinitiative für nationale und internationale Berufswettbewerbe. Als Experte für Skill 16, „Industrieelektroniker/in“, wird er den deutschen Teilnehmer vor und während der Weltmeisterschaft der Berufe in Russland betreuen. Er ist seit vielen Jahren als Experte bei den WorldSkills dabei und weiß, worauf es ankommt: „Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Eine gute Portion Eigeninitiative und Selbstdisziplin ist zusätzlich nötig, wenn man einen Platz auf dem Treppchen anstrebt.“

Auch Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, weiß um die Leistungen der Nationalmannschaften aus anderen Ländern: „Bei einer Weltmeisterschaft sehen wir genau, wo wir mit unserem deutschen Ausbildungssystem stehen. Natürlich gehört auch immer ein Quäntchen Glück dazu, wie unsere Teilnehmer abschneiden – aber in Summe zeigt sich im Verlauf des dreitägigen Wettbewerbs schnell, wo die Ausbildungssysteme der verschiedenen Nationen ihre Stärken und Schwächen haben. In erster Linie ist es aber eine einmalige Erfahrung für unsere Nationalmannschaft.“ Und nicht nur das, wie Romer ergänzt: „Berufliche Wettbewerbe sind wichtige Bausteine der Nachwuchsförderung in Handwerk, Industrie und Dienstleistung. Denn in keinem akademischen Beruf kann man auf diese Art Weltmeister hervorbringen.“

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