Der Vize-Europameister weiß: „Straßenbau hat Zukunft.“

Bei den EuroSkills Lille 2014 leistete Sebastian Falz absolut präzise Arbeit. (Foto: Jörg Wehrmann)
Egal ob wir auf dem Weg zur Arbeit sind, zum Einkaufen auf den Marktplatz gehen oder im Park joggend unsere Runden drehen: Ohne intakte Straßen, Wege und Plätze fährt und geht buchstäblich nichts. Kurz gesagt: Die Arbeit von Straßenbauer*innen ist unerlässlich! Sie sind die wahren Helden der Straße.
Sebastian Falz aus Meinerzhagen ist einer von ihnen. Er hat es gewagt und einen Beruf gelernt, der gemeinhin als körperlich anstrengend und besonders herausfordernd gilt. „Als Straßenbauer kann man richtig was bewegen und etwas errichten, das für immer bleibt“, erklärt Sebastian. „Noch Jahre später kann man stolz an seinem Werk vorbeifahren. Außerdem mag er es jeden Tag an der frischen Luft und immer in Bewegung zu sein. „Kein Tag ist wie der andere. Man muss jeden Tag neue Herausforderungen meistern.“ Genau das liebt der 28-Jährige an seinem Beruf. Sebastian ist durch den väterlichen Betrieb auf seinen Ausbildungsberuf aufmerksam geworden. Obwohl Eltern heutzutage einen großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben, hat er solchen Druck von außen nie verspürt. „Die Wahl, meinen Beruf zu erlernen, kam frei und aus eigenen Stücken“, erzählt der heutige Straßenbauermeister.

Straßenbauer-Talent bei der Europameisterschaft der Berufe

Die Faszination und Leidenschaft an seinem Beruf weckten bei Sebastian den Ehrgeiz, bei beruflichen Wettbewerben dabei zu sein. Der krönende Höhepunkt war seine Teilnahme an der Europameisterschaft der Berufe 2014 gemeinsam mit seinem Teamkollegen Sebastian Full. Bei den EuroSkills in Lille traten damals etwa 450 Teilnehmer*innen aus 25 Nationen in 41 Wettbewerbsdisziplinen an. Die beiden Straßenbauer erbrachten eine Top-Leistung und gewannen die Silbermedaille in ihrer Berufsdisziplin. „Es war ein unglaubliches und spannendes Ereignis“, blickt Sebastian auf die EM zurück. „Alles, was mit den EuroSkills verbunden war, werde ich niemals vergessen. Ich habe großartige Menschen kennengelernt, viel Anerkennung und Lob erhalten, konnte Kontakte für meine weiteren Karriereschritte aufbauen und werde sogar heute noch darauf angesprochen.“

Ziel des Vize-Europameisters: Das eigene Familienunternehmen führen. (Foto: Sebastian Falz)

Abwechslungsreiche Tätigkeiten

Die Ausbildung als Straßenbauer*in ist sehr vielseitig und spannend. Man erlernt zum Beispiel die Bedienung verschiedener Baumaschinen und Werkzeuge und bekommt u. a. das Herstellen von Mörtel- und Betonmischungen vermittelt. Auch das Zeichnen und Lesen von Bauplänen- und Skizzen gehört zum Arbeitsalltag dazu. Da die Arbeitsorte ständig wechseln, sollte man als Straßenbauer*in vor allem eins sein: wetterfest! Sebastian liebt an seiner Arbeit, dass er individuelle Bauwerke für die Ewigkeit errichten und sich kreativ dabei einbringen kann, aber auch die präzisen Arbeiten sowie das strikte Einhalten der Baupläne.

Straßenbauer*in – Beruf mit Zukunft

Der Vize-Europameister im Straßenbau spricht aus Erfahrung: „Straßenbau hat Zukunft, bietet einen sicheren Arbeitsplatz und etliche Weiterbildungsmöglichkeiten.“ Und das stimmt! Denn das Thema Infrastruktur wird auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren. Es wird sogar so sein, dass noch mehr Hightech in den Berufsalltag im Straßenbau einfließt – sei es durch die Technik in den Arbeitsgeräten oder durch die verwendeten umweltschonenden Materialien. Zu den vielen Fortbildungsmöglichkeiten gehört beispielsweise die Ablegung der Meisterprüfung, nach der man sich anschließend selbstständig machen kann. Aber auch ein Studium z. B. im Bereich Vermessung kann an die Ausbildung angeschlossen werden. Getreu nach Sebastians Motto: „Es ist egal, was du aus deinem Leben machst, mach es nur mit voller Leidenschaft.“
Der 28-Jährige zeigt wie es geht, denn er hat es durch seine Ausbildung als Straßenbauer, zum Vize-Europameister, zum Straßenbauermeister und Bauleiter im Familienunternehmen gebracht. Und er ist noch längst nicht am Ende: „Für mich und meine Zukunft wünsche ich mir, dass ich weiterhin meinen ganzen Elan in die Sachen stecken kann, die mir Spaß machen. In den nächsten fünf Jahren will ich unser Familienunternehmen weiter festigen, professionalisieren und von meinem Vater komplett übernehmen.“

Mehr Informationen über den Zukunftsberuf „Straßenbauer*in“ gibt es auf https://www.bauberufe.net/strassenbauer.html

Jetzt informieren

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes stellt sich vor >>
 

Kein Kommentar vorhanden

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentar
Name *
Email *
Website