Planen und Konfigurieren von IT­-Systemen in unserer „vernetzten“ Welt

Simon Stamm beim Training fĂŒr die WorldSkills SĂŁo Paulo 2015

In Deutschland gibt es mehrere Berufsbilder, die der Disziplin IT Network Systems Administration zugeordnet werden können:

Fachinformatiker|innen Systemintegration planen, installieren, warten und administrieren Systeme sowie Netzwerke und setzen Kenntnisse im Bereich der Betriebssysteme, Rechnernetztechniken und Protokolle ein. Aber auch das Thema IT-Sicherheit (Firewalls, VerschlĂŒsselung etc.) ist von Bedeutung. Sie werden nach der Ausbildung typischerweise als Systemadministrator|innen und Systemintegrator|innen eingesetzt.

IT-Systemelektroniker|innen sind im Gegensatz zu Fachinformatiker|innen und weiteren IT-Berufen berechtigt, Arbeiten an elektrotechnischen Anlagen durchzufĂŒhren. Sie planen und installieren Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik, einschließlich Stromversorgung, entsprechender GerĂ€te- und Software-Komponenten sowie Netzwerken und nehmen diese in Betrieb. IT-Systemelektroniker|innen realisieren kundenspezifische Lösungen durch Modifikationen von Hard- und Software, analysieren Fehler und beseitigen Störungen. Sie arbeiten damit hĂ€ufig im Außendienst an wechselnden ArbeitsplĂ€tzen direkt beim Kunden oder im Handel und sind fĂŒr Einweisungen und Schulungen zustĂ€ndig.

Systeminformatiker|innen lernen vergleichsweise mehr ĂŒber Elektrotechnik als ĂŒber Informatik, da dieses Berufsbild im Zuge der Neuordnung der Elektroberufe entstand. Hierbei spielt die Vernetzung industrieller Informationen eine zentrale Rolle: Sensoren erfassen elektrische und nichtelektrische ProzessgrĂ¶ĂŸen wie Temperatur, Druck, Weg, Winkel etc., leiten sie ĂŒber ein Feldbussystem an einen Prozessrechner (z. B. ein Mikrocontrollersystem) weiter, wo sie verarbeitet und von wo sie gegebenenfalls an ein Leitrechnersystem zur Visualisierung ĂŒbertragen werden. Die Elektronik der Sensorschaltungen, die Übertragungs- und Interfacetechnik sind somit neben der Mikrocontrollertechnik wichtige Ausbildungsinhalte. Systeminformatiker|innen werden ebenfalls oft als Systemadministrator|innen eingesetzt.

IT-System-Kaufleute sind das Bindeglied zwischen der IT-Abteilung eines Systemhauses und deren Kunden. Sie beraten den Kunden, wenn es darum geht, die fĂŒr ihn passende IT-Lösung zu finden: Sei es die Anschaffung neuer Computer, der Aufbau eines neuen Netzwerks oder die Installation von Datenbanksoftware. Dazu ist hilfreich, wenn sie beide Seiten kennen: Arbeiten sie im Verkauf, mĂŒssen sie die technischen Möglichkeiten der eigenen Produkte kennen und mit den BedĂŒrfnissen des Kunden in Einklang bringen. Zu den wichtigsten Aufgaben von IT-System-Kaufleuten gehört, sowohl den Kunden zufrieden zu stellen als auch die Interessen des eigenen Unternehmens im Blick zu behalten. Sind IT-System-Kaufleute in einem Unternehmen fĂŒr den Einkauf von Hard- oder Software zustĂ€ndig, mĂŒssen sie den eigenen Bedarf feststellen und sich auf dem Markt nach dem besten Angebot umschauen. Wie auch immer: Verhandlungsgeschick und Spaß am Umgang mit Menschen sind in beiden FĂ€llen erforderlich. Systemkaufleute sind natĂŒrlich auch IT-Experten, allerdings eher mit einer Nutzersicht: Sie wissen, was Soft- und Hardware kann und sind in der Lage, mit Programmierern und Hardwarespezialisten auf Augenhöhe zu verhandeln.

Informatikkaufleute arbeiten vor allem in grĂ¶ĂŸeren Unternehmen in der Industrie, im Handel sowie bei Banken und Versicherungen. Dort sind sie vor allem damit beschĂ€ftigt, IT-Projekte zu planen – und auch, was die Kosten betrifft, zu berechnen. DafĂŒr benötigen sie sowohl den Blick der IT-FachkrĂ€fte als auch den der Kaufleute, denn sie behalten immer auch die Kalkulation im Blick. Informatikkaufleute sind an der Konzeption von IT-Systemen beteiligt. HĂ€ufig erarbeiten sie gemeinsam mit dem Kunden sogenannte Pflichtenhefte, in denen genau beschrieben wird, ĂŒber welche Funktionen ein System verfĂŒgen soll. SpĂ€ter, wenn die Systeme, wie zum Beispiel ein Netzwerk, eingerichtet werden, ĂŒberwachen sie beim Kunden vor Ort die Einrichtung. Informatikkaufleute sind Vermittler zwischen ihrem Unternehmen, den Kunden und den IT-Fachleuten auf beiden Seiten. Dazu benötigen sie neben dem kaufmĂ€nnischen und informationstechnischen Wissen auch gute KommunikationsfĂ€higkeiten – und sie mĂŒssen auch bei komplizierten Projekten den Überblick behalten.

 

In der IT Network Systems Administration sind vor allem handwerkliches Geschick, technische Kenntnisse und lösungsorientiertes Denken gefragt. Im praktischen Alltag werden die FachkrÀfte mit vielfÀltigen Herausforderungen konfrontiert: Der Zusammenbau eines PCs sowie die Fehlersuche an Hard- und Software gehören ebenso dazu wie Fertigkeiten aus den Bereichen Microsoft (MSCA), Cisco (CCNA) und OpenSource (LPI Linux Essentials und LPIC1).


IT Network Systems Administration = Disziplin / Skill Nr. 39

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Expertin fĂŒr die WorldSkills und die EuroSkills

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