Das Schmuckstück unter den kreativen Berufen

Goldschmied - Ausbildung und Beruf - WorldSkills Germany

Sowohl in der täglichen Arbeit als auch bei den Wettbewerben müssen Goldschmiede und Goldschmiedinnen ganz genau hinschauen und sehr präzise arbeiten.

Goldschmiede und Goldschmiedinnen kreieren Schmuckstücke aus verschiedenen Edelmetallen oder reparieren diese und können sich in drei Fachrichtungen ausbilden lassen: Ketten, Juwelier und Schmuck. In kleineren Handwerksbetrieben arbeiten Goldschmiede und Goldschmiedinnen manuell, wohingegen sie in der Industrie maschinell fertigen.

Verarbeitet werden in der Regel Edelmetall-Legierungen (Gold, Platin, Silber, Palladium) und für die weitere Ausgestaltung eine Vielzahl von weiteren Materialien, wie beispielsweise Edelsteine, Perlen, Elfenbein, Emaille und Gummi (Kautschuk). Auch kommen Edelstahl und eher selten Eisen, Buntmetalle sowie Holz und Kunststoff zum Einsatz.

Der Beruf ist je nach Fertigungsschwerpunkt stark von handwerklicher Arbeit geprägt und eher selten industriell arbeitsteilig strukturiert. Fantasie, Geduld und ausgeprägte motorische (Auge-Hand-) Fähigkeiten sind Voraussetzungen für die überwiegend im Sitzen am Werkbrett ausgeführten Arbeitsabläufe. Da aber manche Arbeiten, wie z. B. Schmieden, Walzen oder Ziehen, auch im Stehen und mit einem hohen Kraftaufwand ausgeführt werden müssen, ist ein gewisses Maß an körperlicher Fitness ebenfalls erforderlich. Die vielfach noch mit einem Mundlötrohr ausgeführten Lötarbeiten setzen außerdem eine gute Lungenfunktion voraus, für das Erhitzen größerer Werkstücke wie auch für Schmelzarbeiten wird jedoch eher eine Lötpistole nach dem Bunsenbrennerprinzip oder mit Druckluftzuführung bevorzugt. Für höherschmelzende Metalle wird auch Propan-Sauerstoff verwendet. Seit etwa 1975 gibt es handliche Hydrozongeräte (Knallgaserzeuger) zum Löten mit feinen Flammen und sehr hohen Temperaturen.

Auch die Nachbehandlung der Erzeugnisse, wie das Schleifen, Feinschleifen und Polieren, sowie das vielfach erforderliche Galvanisieren mit verschiedenfarbigen Goldüberzügen oder anderen Edelmetallen (Silber, Platin, Rhodium, Palladium), sowie die dazugehörigen galvanischen Vorbehandlungstechniken sind alltägliche Arbeiten des Goldschmieds. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre werden in den Goldschmiedeateliers zunehmend Laserschweißgeräte eingesetzt. Durch diese Technologie sind viele Arbeiten möglich geworden, die bis dahin durch die hohen Wärmeleitwerte und die Temperaturempfindlichkeit vieler Schmuckbestandteile unmöglich waren. Seit dem Jahrtausendwechsel beginnen sich sehr langsam auch in den Handwerksbetrieben der Goldschmiede und Goldschmiedinnen CAD-Techniken, sowie Rapid-Prototyping-Verfahren durchzusetzen. Dies geht einher mit der Professionalisierung der Gusstechnologie, die es heute möglich macht, Schmuckstücke aus Edelmetall mit Genauigkeiten im My-Bereich zu erzeugen.

Goldschmiede und Goldschmiedinnen arbeiten sparsam und unter Wahrung höchster Ansprüche an Feinarbeit und Qualität. Kreativität, der Einsatz von geeigneten Werkzeugen sowie die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen und der Nachhaltigkeit sind bei dieser Arbeit von Bedeutung.


Goldschmied|in = Disziplin / Skill Nr. 27

Du hast Fragen zur Disziplin oder möchtest gern an einem nationalen oder internationalen Wettbewerb teilnehmen? Dann ruf uns an oder sende uns eine E-Mail:

WorldSkills Germany e.V.

Friedrichstr. 8
70736 Fellbach

Tel: 0711 9065996-0
Fax: 0711 9065996-4
info@worldskillsgermany.com

  • alternativtext thumb

    Teilnahmebedingungen

    Erfahre alles über die Teilnahmevoraussetzungen für die Wettbewerbe.

    mehr >>

  • alternativtext thumb

    Termine

    Wann finden die nächsten Wettbewerbe statt? Eine Übersicht erhälst du hier.

    mehr >>

  • alternativtext thumb

    Archiv

    Erhalte interessante Einblicke in die vergangenen WorldSkills- und EuroSkills.

    mehr >>